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Ganz einfach: Du suchst Bücher von Frauen – wir haben Vorschläge. Unser fachkundiges Expertinnen-Gremium hat Leselisten zusammengestellt, die in der Fülle an Literatur von Frauen Orientierung bieten.
Für Lehrende:
Sie unterrichten an einer weiterführenden Schule und suchen nach vielfältiger Lektüre für Ihre Schüler:innen? Sie finden, es wird Zeit, endlich mehr Autorinnen in den Unterricht zu holen? Wir auch!
Sie arbeiten in der Bibliothek, im Bildungs- oder Sozialbereich, haben Kinder und Jugendliche im Umfeld und suchen coole, kluge Buchtipps?
Dann sind Sie hier genau richtig!
Wir haben zwei Leselisten erstellt – eine für die Unterstufe (10–14), eine für die Oberstufe (14–18).
Reinschauen, stöbern, inspirieren lassen!
Für Lernende:
Du bist Schüler:in und kannst keine Texte von alten, weißen Männern mehr sehen? Du willst Geschichten lesen, in denen Figuren vorkommen, die so sind wie DU? Wir auch!
Dann bist du hier genau richtig!
Wir haben zwei Leselisten für euch erstellt – eine für die Unterstufe (10–14), eine für die Oberstufe (14–18).
Reinschauen, stöbern, inspirieren lassen!
Für Lehrende:
Sie lehren an einer Universität und suchen nach vielfältiger Seminarlektüre für Ihre Studierenden? Unsere Universitätsliste bietet eine sorgfältige Auswahl relevanter Werke von Autorinnen, die in keiner literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltung fehlen sollten.
Diese Liste unterstützt Sie dabei, feministische, vielfältige und oft übersehene Perspektiven in Ihre Seminare einzubinden und damit zur Sichtbarkeit von Autorinnen in der akademischen Lehre beizutragen.
Für Lernende:
Du studierst ein geistes- oder kulturwissenschaftliches Fach und willst mehr als nur den klassischen Kanon lesen?
Dann ist unsere Leseliste für die Universität genau das Richtige für dich!
Hier findest du bedeutende Texte von Autorinnen – von Literatur über Essays bis zu feministischer Theorie –, die dich beim Lesen, Schreiben und Denken begleiten. Für Seminararbeiten, Diskussionen oder einfach, weil du mehr wissen willst.
Interessierte, die tiefer in Feminismus, Intersektionalität, Literatur oder Anti-Rassismus eintauchen möchten, finden in unserer Sachbuchliste zahlreiche kluge, lesenswerte Werke von Autorinnen, die den Blick schärfen und neue Perspektiven eröffnen.
„Literatur erlaubt uns – nein, sie fordert von uns –
die Erfahrung unserer selbst als multidimensionale Persönlichkeiten.“
Toni Morrison
Für Pädagog:innen und Lehrkräfte:
Als öffentlich wahrgenommenes „Mauerblümchen der Belletristik“, kann Lyrik besonders gut von den ersten Lebensjahren an in der pädagogischen Arbeit eingesetzt werden: als Reimgedicht, Liedtext und Bildunterschrift, in lyrischen Kleinformen wie Elfchen, Haiku, Akrostichon – aber auch in Form freier Verskunst. Als Kulturgut und Bildungsgut fördert der frühe Umgang mit Lyrik und Gedichten die Entwicklung von Kreativität und die Lust auf Worte sowie auf Lesen im Allgemeinen. Auch das Performative an der Lyrik ist nicht zu vernachlässigen: Der körperliche Einsatz beim Vortragen von Gedichten und Liedtexten sowie das Ausprobieren von Rollen schulen die sozio-kulturellen „Sinne“ und die kognitiv-emotionale Entwicklung (siehe z.B. Andrea Bramberger, Lyrik in Erziehung und Bildung, Beltz Juventa, Weinheim Basel, 2018).
Wir haben für Sie Lyrik zusammengetragen, die in zwei Leselisten abrufbar ist: eine für die Altersstufen bis 12 Jahre und eine ab 12.
Für den Einsatz im frühpädagogischen und im Grundschulbereich ist unsere Sammlung von Titelempfehlungen aus Lyrik für Kinder unter 12 Jahren wie geschaffen.
Für Kinder und Jugendliche ab 12 empfehlen wir die allgemeine „Erwachsenenlyrik“, die nicht weiter nach Altersstufen unterteilt wird (spezielle Jugendlyrik machen wir also nicht kenntlich – doch kann man als Lehrkraft hier gut weiter nach für diese Altersstufe relevanten und interessanten Themenbereichen suchen und differenzieren).
Um Mädchen und Jungen gleichermaßen Identifikationsmöglichkeiten und -spielräume zu bieten, wollen wir den herkömmlich männlich beschwerpunkteten literarischen Kanon um weibliche Perspektiven auf und aus der Lyrik bereichern. Klicken Sie sich durch lange Gesuchtes und entdecken Sie weibliche lyrische Stimmen: wieder oder zum ersten Mal!
Für Schülerinnen und Schüler:
Als Schüler:in nicht (nur) in „männlichen“ Perspektiven zu lesen und zu denken ist heute immer noch nicht selbstverständlich. Zwar wird es zunehmend einfacher als etwa vor 50 Jahren, doch gibt es noch viel zu tun. Die literarischen und lyrischen Schullektüren sind nach wie vor stark von männlichen Autoren dominiert, und wer anders und multiperspektivisch lesen will, muss oft viel recherchieren und suchen. Denn die (historischen) weiblichen Stimmen sind vielfach immer noch leise, wurden verdrängt und von der Geschichte vergessen. Wir helfen Dir bei Deiner Suche und geben Dir Hinweise auf Lyrikerinnen und interessante originär weibliche Werke. Klassikerinnen, Romantikerinnen, Avantgardistinnen und Nachkriegslyrikerinnen – in jeder Epoche gab es auch Frauen, die (Lyrik) schrieben! Entdecke sie für Dich!
„Es könnte der Welt nicht schaden, wenn sie etwas weiblicher würde.“
Barbara Frischmuth
Für Lehrende:
Weiterführende Primär- und Sekundärliteratur zu weiblicher Lyrik aus allen Epochen, – Klassikerinnen, Romantikerinnen, Avantgardistinnen und Nachkriegslyrikerinnen: Von der Geschichte vergessene, von männlichen Zugpferden und der Präponderanz berühmter (männlich gelesener) Persönlichkeiten verdrängte weibliche Stimmen können durch Ihren Einsatz in Vorlesungen und Seminaren (re)animiert werden und für Parität und mehr Diversität der akademischen Perspektiven und Forschungsvorhaben sorgen. Nach der 84.001. Arbeit zu Thomas Mann wird es endlich Zeit für ein erweitertes Augenmerk!
Für Studierende:
Der Kanon Deiner Universität oder Hochschule ist zu 85 Prozent von männlichen Autoren dominiert? Du hast den Eindruck, Frauen haben im Lauf der Geschichte kaum geschrieben und ihre Poiesis folgt geringeren qualitativen Ansprüchen als jene von Männern? Woher kommt diese (möglicherweise durch Sozialisation angeeignete, möglicherweise wenig hinterfragte) Einschätzung? Lässt sie sich verifizieren oder revidieren? Gibt es ein weibliches Schreiben? Gibt es ein männliches? Und was ist mit den Nuancen dazwischen? Wie die Öffnung hin zur gendergerechten Medizin sich allmählich zu vollziehen beginnt (mühsam ernährt sich das Eichhörnchen) so kündigte sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch eine Öffnung auf weibliche literarische und lyrische Perspektiven hin an: Deine Studien können ihre Einlösung unterstützen und Horizonte erschließen! Für ein erweitertes Denken und Schreiben in Referaten, Seminararbeiten und Diskursen.
„Alle zusammen liegen wir selten
falsch“.
Claudia Rankine
Sachbuch-Monografien, Biografien oder Essays bzw. herausgegebene Essaysammlungen zu den Themen Lyrik, Feminismus, Gender, Intersektionalität, Anti-Rassismus, Literatur- und Kulturtheorie finden Sie ebenfalls in unseren Empfehlungen. Unsere Autorinnen und Expertinnen bringen ihre gesamte Expertise ein um Geschichte aufzuarbeiten, den Blick für bestehende Missstände zu schärfen und Narrative und Perspektiven zu erweitern und zu diversifizieren. Open your mind!
Neue Perspektiven
Die Stimmen von Frauen wurden oft an den Rand gedrängt – auch in der Literatur. Mit unserer Leseliste möchten wir (vor allem, aber nicht nur) Schüler:innen neue Perspektiven eröffnen. Diese Lebensphase ist entscheidend, um ein Verständnis für die Welt um uns herum und die Geschichte zu entwickeln, aus der unsere heutige Gesellschaft hervorgegangen ist. Repräsentation in der Literatur ist nicht bloß symbolisch: Sie prägt, wie junge Leser:innen Identität, Kultur und Geschichte wahrnehmen. Deshalb möchten wir einen Beitrag leisten – oder, wenn man so will, eine Herausforderung formulieren – gegenüber den vorherrschenden, männlich geprägten Diskursen und Sichtweisen in Geschichtsbüchern und im Literaturunterricht.
Weniger als 40 % der gelesenen Autor:innen sind Frauen
Studien von Jeroen Dera haben gezeigt, dass Autor:innen an niederländischen Schulen noch immer unterrepräsentiert sind: Weniger als 40 % der gelesenen Autor:innen sind Frauen, und dieser Anteil sinkt noch einmal deutlich, wenn man die einzelnen Titel betrachtet – weniger als 25 % stammen von Frauen oder nicht-cisgeschlechtlichen Personen. Dieselbe Studie zeigt außerdem, dass Bücher von weiblichen Autorinnen etwas häufiger komplett gelesen werden. Daraus ergibt sich klar die Notwendigkeit, den Kanon zu erweitern und mehr Literatur einzubeziehen, die weibliche Erfahrungen ins Zentrum stellt.
Unsere Leseliste soll Lehrer:innen eine übersichtliche Auswahl an original niederländischsprachigen Büchern bieten – geschrieben von Frauen und nicht-cisgeschlechtlichen Autor:innen – die für Schüler:innen im Gymnasialalter geeignet sind. Sie bietet ein leicht zugängliches Werkzeug, um Lehrpläne vielfältiger zu gestalten. Die Liste umfasst vier Bereiche: frühneuzeitliche Prosa, moderne Prosa, Lyrik und Kinderliteratur. Die Titel stammen aus verschiedenen Quellen: einer bereits in unserem Manifest zusammengestellten Liste, der allgemeinen Literaturgeschichte, Fachpublikationen zu Autorinnen, Arbeiten zu Schriftsteller:innen aus ehemaligen Kolonien, Nominierungen für Literaturpreise sowie aus dem Wissen unseres Kollektivs.
Für Lehrer:innen und Schüler:innen
Lehrer:innen können die Listen nutzen, um Klassengespräche zu diversifizieren, Schüler:innen mit Stimmen vertraut zu machen, die ein breiteres Spektrum an Erfahrungen widerspiegeln, und zum kritischen Nachdenken über die Rolle der Literatur bei der Prägung von Kultur anzuregen. Für Schüler:innen bieten die Listen einen klaren Ausgangspunkt für eigenständige Lektüre, Buchbesprechungen und Prüfungsvorbereitung – und laden dazu ein, über den traditionellen Lehrplan hinauszulesen.
Wir halten die Liste bewusst offen für Ergänzungen und wollen sie nicht als neuen, unumstößlichen Kanon verstanden wissen. Diese Offenheit für Revision und Erweiterung ist ein bewusstes Gegenmodell zu starren Kanons. Neben der Veröffentlichung auf der EPESEP-Website stellen wir die Listen auch auf unserer eigenen Seite Fixdit.nu bereit.
Coming soon.
„Die gesamte Geschichte der Frau ist von den Männern gemacht worden“.
Simone de Beauvoir
Und weil das so ist, muss nicht nur die Gegenwart anders erfasst werden: Weibliche Stimmen müssen für sich sprechen und Akteurinnen ihre Geschichte(n) in die eigenen Hände nehmen.
Neugierig auf inspirierende und aufrüttelnde Literatur von Autorinnen? Wer den eigenen Horizont erweitern, das Bücherregal geschlechtergerechter gestalten oder einfach entdecken möchte, was weibliche Stimmen schon immer zu erzählen hatten, wird in unserer Datenbank fündig!
Alle Titel aus unseren Leselisten sowie zahlreiche weitere Empfehlungen für Erwachsene und Kinder stehen hier zur Verfügung. Die laufend aktualisierte Datenbank lässt sich mithilfe der Suchfunktion spielend leicht durchsuchen.
Viel Freude beim Stöbern!